Wettbewerb Helmholtz-institut, Jena


Das neue Gebäude für das Helmholtzinstitut erscheint als eigenständiger ungerichtet  gleichförmiger Bau am Südhang des Landgrafen. Zwischen den vorhandenen Forschungsgebäuden wird der Neubau mit dem Grundvolumen eines Würfels so platziert, dass das Grundstück effizient genutzt wird, Anbindungen auf verschiedenen Geschossebenen funktionsorientiert erfolgen können und eine vermittelnde Maßstäblichkeit in der städtebaulichen Körnung zwischen den vorhandenen Villen und großen Solitärbauten erreicht wird.

Das Gebäude wird vom Freiraum, wie durch zwei Spangen, festgehalten und bindet es gleichzeitig in die stark geprägte Topografie ein. Die nördliche Zugangsbrücke ist ebenso Haupterschließung des Gebäudes wie potentieller Treffpunkt für Mitarbeiter*innen und Gäste des Instituts. Auf der großzügigen Fläche befinden sich Fahrradstellplätze und Sitzgelegenheiten.
Die Anlieferung zur Laborebene erfolgt über die bestehende Grundstückseinfahrt des Helmholtz-Instituts von Nord-Osten, über die Fraunhoferstraße. Die Zufahrt wird durch einen linearen Oberflächenbelag mit einer geringen Versiegelung hergestellt und von einer seitlichen Stützmauer begleitet. Auch ist hier in den Freianlagen eine Wegeverbindung zwischen Bestands- und Neubau durch die Erreichbarkeit des Treppenhauses gegeben.
Ein weiterer Eingang zum Gebäude befindet sich an der Westseite mit Zugang zur Technik-/ Targetraumebene. Diese Zuwegung wird über den Innenhof der Fraunhoferstraße 6 erschlossen. Die Oberfläche wird ebenfalls mit einem wenig versiegelten, linearen Belag ausgeführt. Ein optionaler Zugang zur Laborebene befindet sich auf der Westseite.
Die rahmenden Bestandsgehölze werden um weitere Bäume und Sträucher sowie eine standorttypische, bodendeckende Gehölzpflanzung ergänzt.

Kategorie: Wettbewerb

Ausloberin: Freistaat Thüringen (TLBV)

Kooperation: Osterwold°Schmidt Exp!ander Architekten BDA, Weimar

Platzierung: 1. Preis

 

Zeitraum: 02/2018