WETTBEWERB INSELPLATZ, JENA


Die Gestaltung der Freiräume orientiert sich stark am architektonischen Konzept. Sie nimmt die drei zugrunde liegenden Raster auf und führt diese weiter, es entsteht eine direkte Verbindung zwischen Innen und Außen.

Die Freiraumtypologie setzt sich dabei aus den drei Nutzungsbereichen Gehweg, Promenade und Platz zusammen und bietet somit den verschiedenen Ansprüchen, die auf dem Campus auftreten, ihren spezifischen Raum.

Über 2 - 4m breite Gehwege gelangt man in das Quartier und auf schnellen, direkten Wegen zu den jeweiligen Fakultäten. Zwischen den Gehwegen befinden sich breite Promenaden als Flanier- und Aufenthaltsbereich mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten.

Plätze an den Eingangsbereichen und im Zentrum des Quartiers sowie Gebäudeinnenhöfe werden zu grünen Rückzugsräumen und bieten Platz zum Treffen, Pausieren oder auch zum Arbeiten. Grüne Inseln aus lockeren, grazilen Baumhainen mit Sitzaufkantungen mit Gräser- und Staudenpflanzungen gliedern diese Räume.

Der Inselplatz als zentrale Mitte des Quartiers, in direkter Nachbarschaft zur Caféteria und Bibliothek, schafft einen Ort der Kommunikation und des Austauschs. Die Auftaktplätze an den Eingängen zum Campus sind wichtige Anknüpfpunkte zum städtischen Kontext und verketten das neu entwickelte urbane Quartier mit dem umgebenden Stadtraum.

Der gesamte Freiraum zeichnet sich durch seine hohe Nutzungsvielfalt aus und ist barrierefrei erschlossen. Seine dreiteilige Gliederung sorgt einerseits für die funktionsgerechte Trennung, andererseits auch für den nötigen Zusammenhang der verschiedenen Typologien.

Im Ergebnis entsteht nicht nur ein neuer Campus in Jena sondern auch eine Erweiterung des öffentliche nutzbaren Stadtraums in unmittelbarer Nähe zum historischen Stadtzentrum.    

Kategorie: Wettbewerb

Ausloberin: Stadt Jena

Kooperation: PAD Architekten & Stadtplaner, Weimar

 

Zeitraum: 11/2016